„Bildzeichenschriftding“, Acryl und Tusche auf Leinen, 2020
„Painting for Plants“, aus der Serie „Bildzeichenschriftding“, Acryl und Tusche auf Leinen, 2020
Fatamorgana, aus der Serie Bildzeichenschriftding, Acryl und Tusche auf Leinen, 2020

 

 

Das Antisemitische Virus – Sind wir befallen?
Wilhelm Bartsch und Peer-Uwe Teska: Eine Selbstbefragung

Filmaufnahmen / Schnitt / Produktion:
Axel Kores & Christoph Liedtke

Inhalt:
Der Schauspieler Peer-Uwe Teska und der Schriftsteller Wilhelm Bartsch wurden gefragt, ob sie etwas zum Thema Antisemitismus in einer Schule in Halle vorzutragen hätten. Beide fuhren für ein paar Tage nach Auschwitz, um dem Bösen zu begegnen und sich auch selbst dazu zu befragen. Sie konnten den Bösen aber weder an jenem Waldrand finden, wo so viele Kinder bei lebendigem Leib in Feuergruben geworfen wurden, noch fanden sie den total Bösen beim intensiven Lesen vieler Bücher und Dokumente. Es war viel schlimmer: den teuflischen Bösen gibt es so wahrscheinlich gar nicht, aber das Böse gibt es sehr wohl.
Von allen grassierenden politischen Pandemien der menschlichen Gesellschaft ist der Antisemitismus die älteste und scheinbar am wenigstens zu besiegende Krankheit.
Das Virus des Antisemitismus fanden Bartsch und Teska nicht nur in der rechten Ecke vor, sondern auch sonst überall, auch bei sich selbst.
Die heutigen Demokratien sind durch solche totalitären Viren jederzeit gefährdet. Nur wenn wir das wissen, könnten auch Mittel gefunden werden, um diese Viren zu bekämpfen, wenn sie wohl auch nicht ganz zu besiegen sind.
Wenigstens sieben Komponenten zu einem Serum gegen antisemitische und zugleich gegen totalitäre Viren fanden Teska und Bartsch heraus, drei davon stehen schon auf Moses`Gesetzestafeln. Könnte so ein Serum helfen beim Gesunden und also auch beim menschlicher Werden?

Das Projekt wird gefördert :
Stiftung Saalesparkasse.

Mit freundlicher Unterstützung:
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau
werkleitz / Zentrum für Medienkunst
Neues Theater / Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

 

„Matches“ Ausstellung in der A&O Kunsthalle, Leipzig, 2020

 

Kunstaktion Welt aus Ton, Blech Galerie des Raum für Kunst Halle e.V., Halle 2019

 
Tuschemalerein der Serie „Ixtlan“ gemalt auf Büttenpapier, alle Arbeiten ca. 75 x 56 cm, 2019
 
 
 

 

 

Christoph Liedtkes Prosa & Lyrik taucht in das Organische und Universelle ein, ergründet somit die kleinsten Momente wie auch die größten Zusammenhänge in zwangloser, suchender Sprache. Gleich einem Tanz oder Flug, von dem er zu berichten weiß, führen seine Worte einen leichten Federstrich, ohne jedoch die Tiefen des Lebens und Liebens außer acht zu lassen… Wie sein Buch, so auch sein Klappentext:

 

Bilder

Geh‘ raus und nimm dir nichts mit.
Hinter den Gärten zieh deine Kreise,
wie Fuchs und Marder am Feldrand.

Später dann, komme zurück
mit scheuem Blick, zögerlich,
von deiner Netzhaut gefangen
Bilder, die dich wissend machen.

 

TOKYO DIAMOND VEHICLE

 My Art Residence in Tokyo at the AIT

Zufall hat ordnende Kräfte, wiederholt er sich hunderte Male bildet er eigene Gesetzmäßigkeiten. Vieles passiert in Beiläufigkeit, darin liegt Schönheit verborgen, die Einblick gewährt in Lebensprozesse und Wirklichkeiten. Es gibt poetisches Kraft in den Dingen die uns umgeben und Ausdruck von Prozessen sind, die an ihnen Wirken. Im Interesse der Auseinandersetzung mit solchen Phänomen der Transformation und Bildung von Formen im Alltag, hat es mich nach Tokyo verschlagen.
Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der AIT (Art Initiative Tokyo) bieten mir die Möglichkeit von Mai bis Juni 2018, eine Arbeit, deren Anfänge in Deutschland, in der Türkei (Istanbul) und Marokko begannen, hier in Tokio unter anderem weiterzuführen. Hier bin ich auf der Suche nach den ephemeren Zeichnungen, die das Leben in seiner Wandlung hinterlässt, dabei im intuitiven Abwägen ihrer künstlerischen Qualitäten. Die Motive werden fotografisch festgehalten. Was ich in der Metropole in Augenschein nehme, sind Kratzer, Risse, Fetzen, Stapel, Haufen, Deformationen, Details, Objekte die für mich eine plastische oder malerische Kraft besitzen, an denen Wandlung und Eigensinn des Materials zum Vorschein kommen. Es ist eine Aufgabe der Aufmerksamkeit und Hinwendung zu ästhetischen Randbereichen, die in der Sprache der Materialien, welche im Kontext ihrer Wandlung begriffen sind, ihren eigenen Ausdruck finden.

Tokyo Diamond Vehicle (Surface/Detail),  Video 8 Min. 2018

 

Tokyo Diamond Vehicle (Crash), Digitalfotografie, Tokyo 2018

 

Tokyo Diamond Vehicle (Surface I), Digitalfotografie, Tokyo 2018

 

Tokyo Diamond Vehicle (Surface II), Digitalfotografie, Tokyo 2018

 

Tokyo Diamond Vehicle (Tower), Digitalfotografie, Tokyo 2018

 

Tokyo Diamond Vehicle (Kratzer), Digitalfotografie, Tokyo 2018